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Zeitarbeit

Ist der Ruf erst ruiniert…

So, oder so ähnlich könnte man das Image der Zeitarbeit in Deutschland beschreiben. Das dies nicht mehr den aktuellen Maßstäben entspricht dürfte auch klar sein. Bereits lange vor der Mindestlohndebatte gab es im bereich der Zeitarbeit die eigene Novellierung des Equal Pay, die dafür sorgt, dass ein Zeitarbeiter nicht weniger verdienen darf als ein „normaler“ Mitarbeiter. Und schaut man sich den durchschnittlichen Stundensatz in der Zeitarbeit an, so liegt dieser auch deutlich über dem jetzt einzuführenden Mindestlohn von 8,50 € die Stunde (zumindest bei qualifizierten Arbeiten). Doch die Zeitarbeitsbranche hat dennoch enormen Nachholbedarf an Aufklärung. Warum diese Branche gerade für Berufseinsteiger einen immensen Nutzen hat wollen wir Euch einmal in diesem Blogartikel belegen.

Zeitarbeit, das unbekannte Wesen

Um die Zeitarbeit gibt es viele Mythen und Legenden. Mit diesen möchte ich genauso einmal aufräumen. Es geht mir nicht darum für die Zeitarbeit zu werden, aber das schlechte Image, welches der Zeitarbeit anlastet ist genauso übertrieben und falsch. Zunächst einmal bedeutet Zeitarbeit, dass Ihr für einen bestimmten Zeitraum bei einem Arbeitgeber eingesetzt werdet. Ob dies nur eine kurzfristige Krankheitsvertretung ist, oder aber ein mehrjähriger Einsatz bei der Bewältigung eines bestimmten Projektes ist dabei zunächst einmal offen. Dabei sind eure Vertragsbedingungen bereits im Vorfeld mit dem Zeitarbeitsunternehmen ausgehandelt, welches Euch auch einsetzt. Natürlich müsst Ihr nicht jeden Job annehmen der Euch hierbei angeboten wird, aber es ist dennoch ratsam nicht zu wählerisch zu werden. Die Beschäftigung erfolgt dabei ganz normal einer sozialversicherungspflichten Beschäftigung.

Das was ein normales Arbeitsverhältnis dann doch anders macht ist insbesondere das Kündigungsschutzrecht, wie auch die Bindung an einen Haustarifvertrag. Eure Arbeit unterliegt den Regelungen des Zeitarbeitstarfifvertrages und Ihr seid weiterhin Angestellte des Zeitarbeitsunternehmens. Gleichzeitig müsst Ihr Euch als Zeitarbeitsnehmer nicht auf die Jobsuche begeben, sondern könnt auf die Aufträge des Zeitarbeitsunternehmen warten. Da Eure Arbeitsverträge nur kurzen Kündigungsfristen (teilweise sogar täglich) unterliegen sind Zeitarbeitnehmer besonders beliebt, wenn ein Unternehmen mit regelmäßigen Schwankungen in der Auftragslage rechnen muss.

Und warum soll Zeitarbeit dann interessant für Berufseinsteiger sein?

Nun zunächst einmal bietet die Zeitarbeit auch einen gewaltigen Vorteil. Ihr habt selber die Chance in verschiedene Unternehmen hinein zu schauen und Aufgaben besser kennen zu lernen. Denn Eure Aufgaben sind natürlich nicht anders als die der normalen Arbeitnehmer in dem Bereich. Somit lernt Ihr eine Menge kennen und könnt auch Unternehmen und deren Kultur besser kennen lernen. Außerdem boomt die Nachfrage auch im kaufmännischen Bereich aktuell sehr. Zu guter letzt sind Vorstellungsgespräche bei Zeitarbeitsunternehmen wohl die härteste, aber zugleich auch realistischste Art der Vorstellungsgespräche. Hier habt Ihr es mit echten Profis zu tun. Und ein Zeitarbeitsunternehmen muss Euch dabei auch genau durchleuchten, um Euch dann zu einem anderen Unternehmen zu verleihen, denn leistet Ihr nicht die gewünschte Arbeit wird dieses Zeitarbeitsunternehmen unter Umständen nicht mehr weiter beauftragt.

Und was ist mit den schwarzen Schafen?

Natürlich gibt es auch bei Zeitarbeitsunternehmen schwarze Schafe. Überall im Dienstleistungsbereich werdet Ihr bessere und schlechtere Dienstleister finden. Dabei könnt Ihr Euch im Vorfeld vor allem über das Internet informieren und Erfahrungsberichte von anderen Zeitarbeitsnehmern durchlesen. Manche geben auch bekannt für welche Unternehmen sie arbeiten. Auch empfiehlt es sich gerade was das Gehalt angeht mit verschiedenen Unternehmen zu verhandeln und zu sehen, wer die besten Konditionen im Gesamtpaket bietet. Ähnlich wie bei Jobbörsen gibt es auch hier Anbieter, die regional aktiv sind, und welche die sich auf bestimmte Branchen spezialisiert haben.

Wie sind eure Erfahrungen mit Zeitarbeitsunternehmen?

 

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LinkedIN vs. XING

Ein professioneller Partner an Deiner Seite

Über die Wichtigkeit von sozialen Netzwerken bei der Jobsuche haben wir ja nun schon vermehrt berichtet. Heute wollen wir uns zwei Platzhirschen auf diesem Gebiet widmen. Da wäre zum einem das deutsche Netzwerk XING und das mit Macht aus Übersee kommende Netzwerk LinkedIN, welches wohl mit Fug und Recht als Mutter der Berufsnetzwerke gesehen werden darf. Beide Netzwerke werden von den Nutzern hauptsächlich für berufliche Aspekte genutzt und dienen weniger den privaten Möglichkeiten wie es sie bei Facebook & Co gibt. In diesem Artikel wollen wir Euch die wesentlichen Differenzierungen und Pro’s & Con’s präsentieren.

Quelle: Julien Christ @pixelio.de

Quelle: Julien Christ @pixelio.de

Warum soll ich mich überhaupt bei so etwas anmelden?

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Quelle: Stephanie Hofschlaeger @pixelio.de

Gut, so langsam fragt man sich wo man sich denn noch überall anmelden soll. Diese beiden Netzwerke haben aber durchaus ihre Daseinsberechtigung. Sie sind reine Kontaktnetzwerke und sollen es den Nutzern ermöglichen sich untereinander zu verbinden und auszutauschen. Das beide sinnvolle Features, wie etwa das einstellen von Statusmeldungen oder das kommentieren und bewerten selbiger anbieten ist sicherlich dem Hype um Facebook und Google+ zu verdanken. Generell empfiehlt es sich diese Netzwerke wirklich hauptsächlich für berufliche Kontakte zu nutzen und weniger den privaten Aspekt darin zu sehen. Getreu dem Motto „Kontakte schaden nur dem, wer keine hat“. Das solch ein Netzwerk auch für Studenten hilfreich sein kann habe ich sozusagen live miterlebt, als ich selber meine Diplomarbeit geschrieben habe und zu einigen Aspekten einen Austausch gesucht und gefunden habe. Darüber hinaus empfiehlt es sich so etwas direkt zu Beginn der beruflichen Karriere einzurichten, da die Kontakte auch nicht von heute auf morgen kommen, sondern sich mit der Zeit entwickeln.

XING – The german jobnetwork

Im Jahre 2003 vom Hamburger Geschäftsmann Lars Hinrichs gegründet (damals noch als openbc) hat XING nach einem kurzen schmerzhaften Expansionsversuch zuletzt seine Fokussierung auf den deutschsprachigen Raum und Markt wieder aufgenommen. XING war dabei von Beginn an ausgerichtet bestimmte Funktionen lediglich kostenpflichtig zur Verfügung zu stellen (z.B. zu sehen, wer sein Profil aufgerufen hat, Suchmöglichkeiten etc). Dies führte früh zu Kritik, hat sich aber letztlich bis heute so gehalten. Die Preise sind dabei für das Premium Angebot noch relativ normal (je nach Abolänge bis zu 7 €/Monat), allerdings sind in den letzten Jahren nur wenige neue Funktionalitäten dazu gekommen, und gerade zu Beginn benötigt Ihr nicht wirklich ein Premiumprofil. Gerade Studenten werden hierbei aber auch immer wieder kostenlose Probemonate angeboten. Hierbei gilt zu beachten, dass diese Mitgliedschaft aktiv gekündigt werden muss, wenn Ihr danach kein Premium Mitglied bleiben wollt. Die aktuellsten Zahlen sprechen von insgesamt 12 Millionen Mitgliedern, von denen gerade einmal 793.000 Premiummitglieder sind. Dabei kommen die meisten (5,51 Millionen) aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Was spricht für XING und was dagegen?

Pro:

  • Starke Fokussierung auf den deutschsprachigen Raum bringt viele Kontakte zu Unternehmen in dieser Region
  • Die wesentlichen Features (Profil, Nachrichten, Gruppen) sind kostenlos
  • Seit dem letzten Redesign Mitte 2013 werden die Profile auch deutlich weiter vorne bei Google gelistet
  • Nachrichtensystem um untereinander zu schreiben
  • sehr viele fachspezifische Gruppen zu jedem Thema
  • mobile App umfasst alle Funktionalitäten

Contra:

  • Zu teuer für die zusätzlichen Funktionen
  • Funktion wie „Wer hat mein Profil aufgerufen“ kostenpflichtig zu gestalten
  • Hat den Ruf eines Datensammlers gerade von „windigen“ Beratern, Headhuntern und Multilevelmarketing Agenturen
  • Spezielle und detaillierte Suche nur kostenpflichtig möglich

In D gibt es mehrere Ambassadors von XING. Einer der bekanntesten von Ihnen ist Joachim Rumohr, der in dem folgenden YouTube Video einmal erläutert worauf Ihr achten müsst bei den Einstellungen bei XING.

LinkedIN der große Bruder mischt den deutschsprachigen Raum auf

Wer internationale Kontakte sucht, der wird bei LinkedIN fündig. Mit insgesamt 259 Millionen registrierter Nutzer weltweit ist das 2003 in Kalifornien gegründete Netzwerk also deutlich mächtiger als der kleine deutsche Ableger. In den USA ist es das Netzwerk für berufliche Kontakte und Karriere. Seitdem es 2009 auch in D verfügbar war hat es auch hier den Markt massiv verändert. Auch hier ist es erforderlich sich zunächst mit seinen richtigen Daten (Vor- und Zuname) zu registrieren. Synonyme sind in beiden Netzwerken nicht erlaubt, wobei dies auch nicht sinnvoll in diesem Zusammenhang ist. Auch hier gibt es eine kostenpflichtige Premiumfunktion, die aber ähnlich wie bei XING nur wenig zusätzlichen Nutzen bietet. Insgesamt wirkt das Layout aufgeräumter als bei XING. Im persönlichen Profile können alle wesentlichen Punkte verlinkt werden, und man kann auch selber entscheiden welche Kontaktgruppe welche Dinge lesen darf.

Pro:

  • kostenlose Grundfunktionen
  • Sehr gute App für alle Betriebssysteme
  • Über 200 Mio. Mitglieder weltweit
  • Auch LinkedIN Profile in Google sehr gut gematched
  • 4 Mio. Mitglieder im deutschsprachigen Raum, Tendenz stark steigend
  • International aufgestellt gerade für Leute, die auch eine internationale Karriere anstreben
  • Gruppen sind ebenso vorhanden wie Unternehmensprofile, welche deutlich flexibler als bei XING sind
  • Das vernetzen muss einen Anlass haben

Contra:

  • Das eigene Profil ist nicht so individualisierbar wie bei XING
  • Wird im deutschsprachigen Raum ebenfalls von vielen Kontaktesammlern genutzt
  • kostenpflichtige, vor allem unwichtige Aspekte

Auch hier möchte ich Euch einen Experten empfehlen, der in einem kurzen Video auf Deutsch einmal das Profil erklärt, und welche Einstellungen dort vorgenommen werden müssen und können. Hier gehts zum Video von Rolf Dindorf

Welche Netzwerke nutzt Ihr bisher, und was sind Eure Erfahrungen?

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