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Videobewerbung

Mehr als nur ein Trend?

Schaut man sich die Megatrends 2013 an, so sind das sicherlich der Vormarsch der Jobbörsen und mobile recruiting sind in aller Munde. Ein weiterer Trend über den wir schon einmal kurz berichtet haben ist das Thema Videobewerbung.

Quelle: Tony Hegewald @pixelio.de

Quelle: Tony Hegewald @pixelio.de

Fast unbemerkt schleust sich diese Bewerbungsform immer mehr und mehr in den Alltag ein. Was früher nur eine Idee von Internet Pionieren war und von verrückten Werbeleuten genutzt wird ist heute ein beliebtes Stilmittel um aufzufallen. Im heutigen Blogartikel bekommt Ihr nicht nur eine Checkliste worauf Ihr achten solltet, sondern auch einige Beispiele, die ich kurz analysieren möchte. Beginnen möchte ich aber mit einer entscheidenden Frage…

Muss man alles mitmachen?

Klares Nein! Wichtiger ist es für Bewerber wie für Unternehmen in der Kommunikation authentisch zu bleiben. Und wer etwas einfach nur nachmacht oder kopiert, weil es gerade trendy ist, der wird damit nicht erfolgreich sein. Bestes Beispiel dürften momentan die sprießenden Bitstrips bei Facebook sein (frage mich nur, wann Uns diese als ein potentielles Mittel für Bewerbungen empfohlen werden). Damit das klar ist, ich bin ein Freund der Kommunikation, und auch Ihr solltet und müsst es im Bewerbungsprozess werden wenn Ihr erfolgreich sein wollt. Ok, zugegeben diese Worthülsen, wie „authentisch bleiben“ werden Euch herzlich wenig bringen, aber versuchen wir das mal greifbar zu machen.

Es gibt diejenigen die auf Fotos oder Handyvideos immer eine gute Figur machen und genau für die kann die Videobewerbung eine Alternative bieten. Wenn Ihr es dagegen immer schafft wie Frankenstein auszusehen oder komische Grimassen macht und euch mehr verhaspelt als das man Eure Aussagen verstehen kann, dann denkt erst gar nicht daran so etwas zu versuchen. Wer die Angst hat, dass die Technik nicht ausreicht, dem sei gesagt das jedes Smartphone inzwischen sehr gute HD Videos aufnimmt und auch tolle und einfache Bearbeitungsmöglichkeiten bietet.

Viel wichtiger als diese persönlichen Aspekte ist aber ob ein Video auch zu der Bewerbungsstrategie passt, und was damit erreicht werden soll. Das heißt macht euch vorab Gedanken was das Ziel ist. Wollt ihr einfach nur alle potentiellen Unternehmen erreichen? Soll diese speziell für eine Bewerbung ausgerichtet sein? Wollt Ihr Euch nur vorstellen, oder auch direkt bewerben? Wollt Ihr auf eine eigene Webseite/Webprofil hinweisen? Diese und weitere Fragen solltet Ihr Euch im Vorfeld klarmachen und beantworten. Danach gilt es eine Art Drehbuch zu schreiben, denn Improvisation ist toll, funktioniert aber nur selten in einem solchen Video.

Die zentrale Aussage ist also: Fühlt Euch wohl dabei und wisst genau was ihr an wen kommunizieren wollt mit Eurem Video!

Für die Controllingfreaks eine Checkliste

Die folgende Checkliste erhebt nicht den Anspruch komplett zu sein und wird sicherlich noch ergänzt werden können, aber Sie soll euch die wesentlichen Punkte einmal zusammenfassen (Ergänzungen? Gerne im Kommentar, damit alle was davon haben).

 

Strategie

  • Auf welche Stellen möchte ich mich bewerben?
  • Bei welchen Unternehmen?
  • Was soll die Aussage des Videos sein?
  • Was sind die passenden Adressaten?
  • Was für eine „Story“ möchte ich übermitteln?
  • Wo soll das ganze hochgeladen werden?

 

Technik

  • Videokamera vorhanden?
  • Mikrofon vorhanden?
  • Bearbeitungssoftware vorhanden?

 

Vorbereitung

  • Erstellen einer Landingpage auf die verwiesen wird
  • Bereitlegen von Utensilien die benötigt werden
  • Beleuchtung checken
  • Auswahl der Anziehsachen und Bildcheck
  • ggf. Assistenten für Kameraführung

 

Nachbearbeitung und Verteilung

  • Video probegucken und ggf. neu aufnehmen
  • Schneiden
  • hochladen
  • QR Code erstellen
  • Einbinden in Bewerbungsunterlagen

Genug Theorie… Ich will Beispiele

Gut, Gut, nach der ganzen Prosa kommen wir nun mal zu zwei Beispielen, die ich Euch zeigen möchte und anschließend mit ein paar Kommentaren versehen möchte (Irgendeine Aufgabe muss ich ja hier haben;-)). Weitere Beispiele findet Ihr auch auf unserem YouTube Channel unter Positive Bewertungen. Kommen wir zum ersten Beispiel

Dieses Video von Maximilian finden wir extrem gelungen. Zunächst einmal gefällt uns die Länge. Mit 2,5 Minuten ist es nicht zu lange um im Bewerbungsprozess auch wahrgenommen zu werden. Denn 2,5 Minuten wird jeder Personaler auch mit Euren Unterlagen verbringen, was er sich hiermit quasi etwas einfacher machen kann. Achtet also darauf, dass Euer Video aussagefähig ist gemäß Eurem Drehbuch und dennoch nicht zu lang wird. Eine Länge zwischen 2-4 Minuten ist dabei völlig ausreichend und optimal.

Auch hat Maximilian hier bewußt verschiedene Stilelemente verwendet (Musik und damit auch Untermalung, grafische Effekte, Bullett Cards mit Hervorhebung wichtiger Aspekte durch Fettschreiben und schauspielerische Abwechslung). Dies passt sehr gut um seine Vielfältigkeit zu verdeutlichen und es bringt Abwechslung rein, was den Zuschauer quasi dabei hält. Auch ist eine gute Storyline sichtbar und es wird sich eben nicht nur auf Worthülsen beschränkt. Die eher geringen Aufrufzahlen von gerade einmal 2.000 Aufrufen deuten trotz des Alters (2 Jahre) darauf hin, dass Maimilian das Video sehr bewußt eingebunden und kommuniziert hat.

Zwei Dinge die ich eher kritisieren möchte sind das Maximilian nicht spricht in dem Video (auch das wäre ein Ausdruck seiner Persönlichkeit) und die Infokarte mit den Adressen am Ende schlecht lesbar ist und sicherlich via Anmerkungen heutzutage technisch besser integrierbar ist. Dieses Video passt natürlich optimal zu dem gesuchten Beruf und passt daher auch von der eher flappsigen Aufmachung. Alles in allem lautet unser Urteil daher:

Quelle: Petra Bork @pixelio.de

Quelle: Petra Bork @pixelio.de

Das solch eine Videobewerbung aber eben nicht nur in solch kreativen Berufsbildern und Branchen eine Möglichkeit ist zeigt uns das zweite Beispiel von Judith:

Auch das zweite Video ist von der Länge her wieder absolut im Rahmen. Die Zielgruppe ist jedoch dieses mal eine ganz andere. Denn hier haben wir es mit einer VWL Absolventin im Bereich Risk Management zu tun. Also einem recht trockenen und wenig kreativen Bereich. Die Einbindung der Webseite während des ganzen Videos ist zielführend, da es ihr Ziel ist die Unternehmen auf diese hinzuweisen. Das Auftreten ist sehr seriös im Businessoutfit und der Hintergrund eher kühl und monoton. Dennoch strahlt sie durch ihre Mimik Freundlichkeit und Wärme aus und wirkt sehr souverän im Auftritt. Es gibt keinerlei Ähhhs und Öhhhs und die Betonungen sind auch gesetzt. Die Recht hohe Aufrufzahl ist sicherlich nicht nur darauf zurückzuführen, dass das Video bereits 4 Jahre im Netz ist, sondern auch auf eine sehr gute Verbreitung des selbigen.

Zu bemängeln gibt es hierbei gar nichts bis wenig. Insgesamt ist es ein sehr allgemein gehaltenes Video um Awareness zu erreichen. Gezielte Ansprachen eines Unternehmens oder gar einer speziellen Position sind somit nicht wirklich zielführend, da Judith dafür nicht auf das Unternehmen und die Besonderheiten der Stelle eingehen kann. Auch wäre ein wenig mehr Abwechslung durchaus sinnvoll gewesen (Mal eine andere Position, Einblendung von Grafiken auf dem Hintergrund). Aber alles in allem ist auch hierfür unsere Bewertung:

Quelle: Petra Bork @pixelio.de

Quelle: Petra Bork @pixelio.de

Jetzt hab ich das Video, und nun?

Die Verbreitung ist natürlich ein wesentlicher Erfolgsgarant. Achtet darauf, dass Euer Video auch in Euren Unterlagen enthalten ist (Bei Onlinebewerbung schon in der Mail und nochmal im Anschreiben). Bindet es bspw. auch per QR Code in euer Anschreiben mit ein, so dass jeder, der ein Smartphone besitzt es mit anderen Informationen gemeinsam abrufen kann. Natürlich bringt es euch nichts, wenn Ihr euch eh per Brief bewerben sollt den Link reinzuschreiben und zu hoffen, dass dieser eingegeben wird. Versucht auch ruhig einmal spezifische Videos aufzunehmen in denen Ihr bspw. das Unternehmen benennt oder auf die Anzeige genauer eingeht, so dass man sieht, dass dieses Video explizit für diese Bewerbung erstellt wurde. Achtet auch darauf, dass auf der angegebenen Homepage/Landingpage wirklich alle Informationen enthalten sind.

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Videobewerbung

Wie neue Medien auch die Bewerbungsmöglichkeiten verändern

Sicherlich kennt Ihr das auch. Gerade bei Jobs, die weiter entfernt sind werdet Ihr nicht direkt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, sondern man lernt euch vorab telefonisch kennen. Nun nutzen viele Unternehmen heute schon moderne Kommunikationsmedien, wie etwa Google Hangouts oder Skype um auch Videotelefonie betreiben zu können. Der Nutzen hierbei ist sehr groß, und Kosten gibt es quasi keine. Inzwischen nutzen auch einige Unternehmen diese Medien für virtuelle Bewerbungsgespräche. Der Vorteil ist hierbei, dass man neben der Sprache auch die Körpersprache des Bewerbers sehen kann.

Worauf sollte ich achten?

Generell gelten erst einmal die selben Tipps wie bei einem „normalen“ Vorstellungsgespräch. Auch hier geht Ihr vernünftig gekleidet (Anzug, Krawatte oder Kostüm) hin und seit ausgeruht. Doch bei einem Videointerview kommen noch andere Faktoren hinzu auf die Ihr achten könnt. Gegen zu grelle und helle Haut hilft (auch bei Männern) meist nur Makeup. Achtet vor dem Interview in einer Testaufnahme drauf, ob die Beleuchtung passt, und was man alles außer euch dank der HD Videocam sehen kann. Schau von welcher Seite dein Gesicht am besten rüberkommt. Versuche so ruhig wie möglich zu sein (manchen hilft es einfach das Bild des Gegenübers auszuschalten, umso gar nicht daran zu denken, dass man vor einer Kamera sitzt). Übe das ganze ggf. auch mit Freunden. Sprich vor allem in ruhigen, kurzen Sätzen und verwende keine Worte, die nicht zu Dir passen. Denn das fällt sofort auf.

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