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Young Professional Studie 2013

Was Young Professionals suchen und wo sie am Liebsten arbeiten

Simone Janson, Kolumnistin bei der Zeitung DIE WELT & Huffington Post, hat in Ihrem Blog eine Serie zur Young Professionals Studie 2013 der Firma Universum erstellt. In diesem Blogbeitrag wollen wir Euch ebenfalls einmal die wesentlichen Ergebnisse der Studie erläutern und kritisch hinterfragen. Die Studie ansich gibt einen guten Überblick über die Erwartungen und die Toparbeitgeber von Young Professionals (also Studienabgänger). Dabei gibt es weltweite Befragungen. Die Ergebnisse der Studie (in Auszügen) kann man sich auch auf der Internetseite anschauen. Die Ergebnisse können nach Ländern sortiert werden. Hierbei wurden für Deutschland 4.955 Berufstätige befragt die mindestens 1 und maximal 8 Jahre Berufserfahrung haben.

Was sind die wichtigsten Faktoren bei der Arbeitgeberwahl

Überraschend weit vorne lag bei dieser Frage ein attraktives Grundgehalt, direkt gefolgt von einem sicheren Arbeitsplatz. Zumindest diese beiden Grundaussagen sind konträr zu den meisten anderen Studien in diesem Bereich. Nach Aussage der weiteren Studien haben sich vor allem Young Professionals damit abgefunden, dass es den Arbeitsplatz von der Ausbildung bis zur Bahre nicht mehr gibt, und ihnen ist das Grundgehalt auch weniger wichtig, als die Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten. Hier kommt die vorliegende Studie zu einem anderen Ergebnis. Wobei sich die Frage natürlich auch stellt, was für jeden ein attraktives Grundgehalt bedeutet. Dies wird sicherlich für den Absolventen einer privaten Hochschule wichtiger sein, als für einen angehenden Bibliothekar.

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Schaut man sich die Ergebnisse an, so wird schnell klar, dass die Wünsche und Erwartungen ähnlich unrealistisch sind, wie die Vorstellungen und Erwartungen einer Arbeitgeber an ihre neuen Mitarbeiter (jung, 2 Studienabschlüsse, mehrsprachig, Praktika ohne Ende, aber bitte Gehalt eines Praktikanten ;-)). Sicherlich wird man die Kombination nur sehr selten bis nie finden, wo man eine Jobsicherheit, ein attraktives Grundgehalt und tolle Arbeitsbedingungen vorfindet. Allgemein sind die Antwortmöglichkeiten wie schon beim Gehalt sehr subjektiv bewertet. Denn was für den einen ein sicherer Job ist, ist für den anderen eben noch lange keine Sicherheit. Dennoch ist es überraschend, dass gerade die Gehaltsfaktoren so weit oben angesetzt werden. Noch überraschender schaut da die Auswertung nach Studienabschlüssen aus. Nicht etwa Wirtschaftsstudenten setzen am meisten auf die Karte Gehalt, sondern viel eher die Naturwissenschaftler. Dies erklärt dann auch teilweise diese hohe Wertung, denn Naturwissenschaftler verdienen in den meisten Fällen sicherlich weniger, als bspw. eh gesuchte IT’ler, für die das Thema Gehalt eben nicht die höchste Priorität hat.

Noch interessanter werden die Ergebnisse wenn man schaut welche Themen für Young Professionals interessant sind. Hierbei fällt auf, das vor allem Internationalität und Führungsaufgaben für Young Professionals offensichtlich uninteressanter werden, und dafür vor allem das Thema Sicherheit des Arbeitsplatzes an Priorität gewinnt.

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Auch die Thematik Work-Life Balance wird immer wichtiger. Mutmaßen kann man hier wie so häufig bei solchen Studien nur über die Hintergründe. Vermutlich haben vor allem nationale, wie internationale Wirtschaftskrisen und eine verstärkte Wahrnehmung des Themas Burn-Out  bei vielen zu einem Umdenken geführt. Ob dies dann mit einem hohen Grundgehalt zu vereinbaren sein wird darf bezweifelt werden. Dennoch zeigt es eindrucksvoll, dass die Themen Sicherheit und Balance mehr und mehr an Bedeutung gewinnen, was vor allem die Bausparkassen freuen dürfte baut sich hier doch eine neue Kundengeneration von Spießern und Eigenheimbesitzern auf 😉

Und für welche Unternehmen arbeiten Young Professionals am Liebsten?

Auch dieser Frage hat sich die Studie. Auch hierbei kamen für mich sehr überraschende Ergebnisse zu Tage. Auf den vorderen Plätzen rangieren (außer im naturwissenschaftlichen Bereich) vor allem die Automobilhersteller Audi und BMW. Bei der IT kommt noch Google und SAP hinzu. Sensationell auf einem 12. Platz landete für mich Google bei den Naturwissenschaftlern (kann mir irgendjemand sagen was für Jobs Google genau in diesem Bereich in D anbietet???). Allerdings zeigt dies auch die gute Arbeit im bereich Employer Branding durch Audi und BMW. Bei Naturwissenschaftlern sind insbesondere Pharmaunternehmen hoch im Kurs. Dazu gesellen sich vor allem Forschungsinstitute. Auch bei den Wirtschaftswissenschaftlern gibt es interessante Ergebnisse. So zählen Jobs bei Beratungs-, Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen nicht zu den beliebtesten Arbeitgebern und auch der Ruf von Banken scheint gelitten zu haben. Sie rangieren nur noch im Mittelfeld. Besonders interessant ist hierbei die Beobachtung, dass eine Deutsche Bank, die sicherlich nicht unbedingt für Arbeitsplatzsicherheit steht und der seit Jahren ein großer Restrukturierungsbedarf nachgesagt wird, noch deutlich vor der staatlich kontrollierten KfW Gruppe rangiert.

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