autodidaktisches Lernen

Autodidaktisches Lernen

Vor allem für Azubis eine nutzbringende Zusatzqualifikation

Ihr habt eine Ausbildung begonnen und wollt Eurem Arbeitgeber zeigen, dass Ihr auch der richtige Mitarbeiter/die richtige Mitarbeiterin seid? Nun, was viele Arbeitgeber schätzen ist, dass Ihr neben guten Noten vor allem eines beweist: Engagement

Quelle: Lupo @pixelio.de

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Doch wie soll man dieses unter Beweis stellen? Überstunden sind für Azubis gesetzlich ausgeschlossen (wenngleich sie eh schon häufig an der Tagesordnung stehen). Um das erlernte Wissen noch zu vertiefen, oder aber zusätzliches Wissen aufzubauen empfiehlt sich hierbei autodidaktisches Lernen.

Autodidaktisches Lernen bedeutet, dass Ihr über Onlinekurse, Audiokurse oder Bücher euch Wissen aneignet. Der Vorteil hieran ist, dass Ihr das Lerntempo selber bestimmen könnt und viele Angebote (gerade im Onlinebereich) kostenlos angeboten werden.

Worüber Ihr Euch vor dem Start klar werden müsst

Wie immer ist die Auswahl solcher Angebote riesengroß und es gilt das für einen passende Angebot zu finden. Hierzu solltet Ihr Euch über folgende Punkte klar werden.

  • Zeitplanung

Wie viel Zeit wollt Ihr Euch geben um ein gewisses Lernziel zu erreichen. Manche Kurse werden nur an bestimmten Terminen angeboten, oder sind nur in einem gewissen Rahmen mit einem Abschluss zu belegen. Daher ist es wichtig zu schauen, ob man an diesen Terminen überhaupt Zeit hat.

Aber auch, wenn es kein Kurs ist, sondern zum Beispiel eine Offline Fortbildung (also z.B. ein Sprachkurs auf CD’s, oder ein Computerkursus) solltet Ihr diese entsprechend ernst nehmen wie Eure Ausbildung selber und Euch Lernzeiten blocken in denen Ihr Euch nur um die Fortbildung kümmert.

  • Lernziele
Quelle: Rainer Sturm @pixelio.de

Quelle: Rainer Sturm @pixelio.de

Neben der Zeitplanung sicherlich ein wesentlicher Faktor. Es gilt nicht nur den Abschluss zu überlegen, sondern sich auch Etappenziele zu setzen. Sonst kommt auch gerade bei langfristigen Fortbildungen schnell Frust und Unlust auf. Setzt Euch klare Ziele, die realistisch erreichbar sind.

  • Nutzen

Wenn Ihr eine Fortbildung macht solltet Ihr auch inhaltlich ein Ziel haben. Dieses sollte es sein, dass Ihr im Beruf weiter vorankommt. Insofern sucht Euch Fortbildungen aus, die euch auch in Eurer späteren Beschäftigung weiterbringen und die auch für den Vorgesetzten als Nutzen erkennbar sind (ein Töpferkurs in der Toskana wird Euch nicht weiterbringen, wenn Ihr eine Ausbildung als Bürokaufmann besucht)

  • Lernform

Ganz entscheidend für Euren Lernerfolg wird auch die passende Lernform (also Onlinekurs, Präsenzveranstaltungen, CD/DVD Kurse oder gar ein Fernstudium). Nur wenn Ihr Euch im Vorfeld klar macht, was dies bedeutet, und wie viel eigene Energie Ihr einbringen müsst werdet Ihr auch erfolgreich sein. Ähnlich wie beim Studium gilt es beim autodidaktischen Lernen häufig einen hohen Anteil an Eigenantrieb und Eigeninitiative erfordert. Dort gibt es nur selten Prüfungstermine oder Lehrer die Euch in den Hintern treten. Wer sich also selber kennt und weiß, dass man dann schon mal gerne alles schleifen lässt, der sollte sich für eine Lernform entscheiden, wo Euch genau dieser Druck von außen vorgegeben wird.

  • Belege/Zertifikate/Nachweise

Gerade in Deutschland ist Eine Fortbildung erst dann anerkannt, wenn es hierfür einen Beleg gibt. Daher achtet darauf, dass Euer Abschluss auch offiziell bescheinigt wird und dokumentiert ist. Lasst Euch hierzu auch beraten welche Abschlüsse/Zertifikate überhaupt anerkannt sind.

  • Bildungseinrichtung

Eng mit dem Thema Belege verknüpft ist auch die Wahl der passenden Bildungseinrichtung. Nicht jede Fortbildung wird wie gesagt anerkannt, und so solltet Ihr Euch ähnlich wie bei der Wahl des Arbeitgebers auch im Vorfeld mit der Wahl der passenden Bildungseinrichtung auseinandersetzen. Natürlich gilt das insbesondere dann, wenn es auch Präsenzveranstaltungen / Vorlesungen / Seminare gebt, die Ihr besuchen müsst, damit Ihr wisst, dass Ihr auch dahin kommt.

  • Lernpartner

Manche von Euch werden sicherlich besser lernen, wenn Ihr Euch mit anderen austauschen könnt. Macht Euch also hierzu Gedanken, ob es geeignete Lernpartner im Unternehmen oder Eurem Freundeskreis gibt. So ein Lernpartner hilft auch sicherlich mal, wenn die Motivation nachlässt, und Ihr einen Tritt in den Hintern braucht um den inneren Schweinehund zu überwinden.

  • Praxisbezug

Ganz wichtig bei der Wahl der passenden Fortbildung ist und bleibt der Praxisbezug. Nur wenn dieser gegeben ist wird Euch diese Fortbildung auch weiterbringen. Denn nur so habt Ihr auch einen Nutzen für Euren Arbeitgeber, den dieser erkennt.

Quelle: lichtkunst.73 @pixelio.de

Quelle: lichtkunst.73 @pixelio.de

Ganz wesentlich ist und bleibt aber, dass Ihr Euch auch fortbilden wollt und es nicht nur tut, weil Ihr denkt es sieht besser aus. Denn dann werdet Ihr mit der notwendigen Motivation und Leidenschaft an die Aufgabe gehen und am Ende auch erfolgreich sein. Schreibt uns doch mal, was Eure bisherigen Erfahrungen mit solchen Fortbildungsmöglichkeiten sind.

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Stefan Lehmann

Stefan Lehmann ist einer der Mitbegründer der Primedu UG (haftungsbeschränkt) und hier verantwortlich für die Themen IT, Social Media und PR
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