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Initiativbewerbung

Ergreife selber die Initiative

Du kennst das sicherlich. Du suchst einen Job und willst dich bewerben. Doch gerade jetzt rund um Weihnachten findest Du kaum passende Stellen. Warum dann nicht einfach mal gerade die Zeit nutzen und eine Initiativbewerbung bei Deinem Lieblingsunternehmen starten. Hierbei gibt es einiges zu beachten. Was? Das verraten wir Dir hier in diesem Blogbeitrag.

Auch hier gilt Vorbereitung ist alles

Da Ihr Euch in diesem Falle ja nicht auf eine bestehende Ausschreibung bewerbt müsst Ihr Euch im Vorfeld nicht nur die Frage nach dem passenden Unternehmen stellen, sondern natürlich auch nach dem Nutzen, den Ihr anbieten könnt und wollt. Natürlich stellt sich hier auch die Frage, ob besagtes Unternehmen solch eine Position überhaupt benötigt und besetzt hält. Hierzu ein einfacher Trick. Nachdem Ihr Euch das passende Unternehmen rausgesucht habt ruft Ihr dort in der Zentrale an, und fragt nach einem Ansprechpartner in diesem Bereich. So bekommt Ihr schon einmal schnell heraus ob es eine solche Aufgabe überhaupt gibt, und bekommt unter Umständen auch gleich einen konkreten Ansprechpartner. Natürlich ist es wichtig sich für diesen Fall auch ein paar konkrete Fragen zu überlegen um einen guten Eindruck zu hinterlassen. In diesem Gespräch bekommt Ihr aber auf alle Fälle auch heraus an wen Ihr Eure Bewerbungsunterlagen schicken dürft und habt somit einen konkreten Ansprechpartner. Dieses Gespräch ist sozusagen auch eine Eintrittskarte ins Unternehmen. Denn nicht nur dass Ihr die Chance habt Euch selber kurz vorzustellen. Stattdessen habt Ihr auch die Chance beim Gegenüber zu erfahren wen sie genau suchen und wo sie möglicherweise noch Bedarf haben.

Quelle: Annamartha @pixelio.de

Quelle: Annamartha @pixelio.de

Um Euch das mal aufzuzeigen ein einfaches Beispiel. Wenn Ihr einen Eisberg seht, so seht Ihr auch nur den Teil des Berges, der aus dem Wasser hinaus schaut. Dies sind aber nur ungefähr 20 %. Ebenso sieht es auch bei dem Verhältnis des offenen Stellenmarktes (also Positionen, die öffentlich ausgeschrieben sind) und des sogenannten verdeckten Stellenmarktes aus. Gerade um den Jahreswechsel herum stellen viele Unternehmen neue Mitarbeiter ein, um sich fürs neue Jahr auch optimal aufzustellen. Dies hängt sehr häufig auch mit dem hohen Administrationsaufwand sowie den Kosten zusammen, die Stellenanzeigen außerhalb des Unternehmens mit sich bringen.

Gut, und nun fragst Du sicherlich, und was wenn ich nicht weiß welches mein Wunschunternehmen ist? Der erste und einfach Blick (lokal) geh mit offenen Augen durch die Stadt und schau Dir einmal an, welche Unternehmen es dort alles gibt. Du wirst überrascht sein welch sog. Hidden-Champion auch bei Dir quasi um die Ecke beheimatet ist. Danach kannst Du Dich mit Hilfe des Internets ausgiebig über das Unternehmen und seine Kultur informieren. Hierfür gibt es neben dem eigenen Imagevideo sicherlich auch genügend Meinungen von Mitarbeitern in Foren. Wichtig ist, dass Du Dir im Vorfeld eine Strategie ausmachst und überlegst in welchen Branchen du tätig sein willst, und in welchen Unternehmen. Wenn es Deine Zeit erlaubt kannst Du in dem Zusammenhang auch direkt zur Zentrale gehen und dort direkt nach einem Ansprechpartner fragen.

Weitere Quellen sind Internetseiten, Wirtschaftsberichte über boomende Unternehmen und Branchen. Wichtig ist es sich im Vorfeld so genau wie möglich mit dem Unternehmen zu beschäftigen, damit man die ganze Arbeit der Bewerbung nicht völlig umsonst macht, weil es zum Beispiel einen Einstellungsstopp gibt, oder das Unternehmen gerade in einer Restrukturierung steckt.

Erstkontakt ok, und nun?

Quelle: Ivi @pixelio.de

Quelle: Ivi @pixelio.de

Danach gibt es zwei mögliche Wege.

Weg 1 – Der „einfache“:

Euer Gesprächspartner hat durchaus Interesse signalisiert und Euch gebeten Unterlagen zu Person xy zu senden (lasst Euch immer einen konkreten Ansprechpartner und auch eine direkte Mailadresse nennen). Dann erstellt Ihr genauso wie bei einer „normalen“ Bewerbung Eure Unterlagen und schickt Diese an den genannten Ansprechpartner. Verweist in dem Anschreiben auch auf Euer Gespräch mit Herrn/Frau xyz und sendet Ihn ruhig eine Kopie zu. Geht in dem Anschreiben insbesondere auch auf die euch genannten Punkte die wichtig sind ein und hebt diese besonders hervor. Euer Gespräch ist quasi also in diesem Fall die Stellenanzeige. Betont auch im Lebenslauf die Stationen, oder Erfolge die Eurer Meinung nach Schlüsselqualifikationen deutlich machen. Danach werdet Ihr mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit auch zum Vorstellungsgespräch geladen.

Weg 2 – Der Ansprechpartner war nicht da/Ihr wurdet nicht verbunden:

In diesem Fall bleibt es bei einer echten Initiativ- oder auch Blindbewerbung. Das heißt auch, dass die Chancen eingeladen zu werden nicht unbedingt so hoch sind, da Ihr nicht einmal wisst ob überhaupt in diesem Bereich Bedarf besteht, noch worauf es dem Unternehmen ankommt. Dennoch könnt Ihr euch im Vorfeld natürlich bei anderen Stellenanzeigen auf diese Berufsbilder einen Überblick verschaffen, was Unternehmern wichtig ist in dem Bereich. Richtet darauf auch Eure Bewerbungsunterlagen aus.  Hier nach solltet Ihr auf alle Fälle zeitnah nachfassen und Euch erkundigen, ob die Unterlagen eingetroffen sind.

Fazit

Wie Ihr seht ist eine Initiativbewerbung (oder auch Blindbewerbung) eine spannende Sache, die Euch auf jeden Fall hilft auch vorher unbekannte Unternehmen und Branchen kennen zu lernen. So bleibt Ihr jedenfalls immer auf dem Laufenden und erhaltet einen guten Einblick in so manche Branche. Wie sind Eure Erfahrungen in diesem Bereich? Habt Ihr Euch schon einmal initiativ beworben? Wie war die Resonanz?

Zu guter letzt möchte ich Euch noch auf einen weiteren Blogbeiträg von Jochen Mai, Karrierebibel hinweisen, der Anfang 2013 die wohl bisher berühmteste, weil auch präsenteste Initiativbewerbung begleitet hat. In diesem Zusammenhang verweise ich auch noch einmal gerne auf unseren Blogbeitrag zum Thema Videobewerbung.

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